Sodener Passion 2022 - Allmacht und Ohnmacht

Die Passionszeit – die Zeit vor dem Osterfest – ist für Christinnen und Christen
aller Konfessionen eine besondere Zeit.

Am Aschermittwoch geht es los. Geht es los mit der Fastenzeit.
Geht es los mit der Sodener Passion.

 

Manch einer kennt das von sich selbst:  Das eine Mal hält man sich für unwiderstehlich Spitze, das andere Mal vergeht man vor Selbstzweifel und scheitert an Grenzen. Das geschieht neben dem Alltäglichen und wohltuend Durchschnittlichen. Doch sind es gerade die Extreme, die uns häufig lange beschäftigen und die weitreichende Folgen haben können.

In der Sodener Passion wollen wir deutlich machen, dass Allmacht und Ohnmacht über individuelle Erfahrungen hinaus die gesamte Gesellschaft betreffen. Allmacht und Ohnmacht sind Thema der Religion. In jedem Sonntagsgottesdienst sprechen wir im Glaubensbekenntnis davon: Dort stehen Ohnmacht (gekreuzigt, gestorben, begraben) und Allmacht (auferstanden von den Toten) unmittelbar hintereinander. Psalmen wissen vom Menschen einerseits als „wenig niedriger gemacht als Gott“ (Psalm 8,8) und andererseits von seiner Nichtigkeit: „ich aber bin ein Wurm und kein Mensch“ (Psalm 22,7).

Die Sodener Passion 2022 schaut auf beides, auf Allmacht und auf Ohnmacht. Sie schaut darauf, wo wir Erfahrungen mit Allmacht und mit Ohnmacht machen – und was diese Erfahrungen dann mit uns im Einsatz für andere und in unserer Selbstwahrnehmung bewirken. Wir laden ein zum Vortrag, zum Gespräch, zur Andacht, ins Kino und zum Gottesdienst.